Die Sammler und die Sammlerin

Les glaneurs et la glaneuse


F 2000 | 82 Min. | OmU | 35mm | Regie: Agnès Varda
Mit: François Wertheimer, Agnès Varda, Bodan Litnanski

FÜRTH SPECIAL

Im März ist Agnès Varda, die „Großmutter der Nouvelle Vague“ und Pionierin des Autorenkinos, im Alter von 90 Jahren verstorben. Spielerisch, unbefangen und frei vermischte sie Genres und schuf über 40 sehr persönliche Filme. Als Mitsiebzigerin schnappte sie sich eine Digikamera und führt als Erste vor, wie man mit diesem schnellen Medium einen gesellschaftlich bedeutsamen, durch und durch poetischen Essayfilm über das Sammeln machen kann. Varda entdeckt Menschen, die von dem leben, was andere weggeworfen haben. Die Bildersammlerin Varda beobachtet Sammler, die die Reste unserer Überflussgesellschaft aufheben. Gespräche, eigene Gedanken und Bilder verbindet sie zu einem bis heute bewegenden Dokument, das wir ihr zur Erinnerung gerne zeigen. Der Mensch als Sammler und Jäger in einer modernen Welt der Wegwerfgesellschaft. Agnès Varda fährt mit einer digitalen Kamera durch Frankreich und filmt Menschen, die aus Not, Leidenschaft oder nur zufällig Dinge aufsammeln, die andere weggeworfen haben. Agnès Varda beginnt mit François Millets berühmten Bild von den Karoffelklauberinnen und unternimmt von dort eine Reise durch unsere Gesellschaft, in der Überfluss und Knappheit Tür an Tür leben.

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Avec une caméra numérique, Agnès Varda est partie sur les routes de France filmer les diverses façons et raisons de glaner. Le résultat: „Les Glaneurs et la glaneuse“, remarquable documentaire qui raconte la violence sociale de notre société du gaspillage, mais aussi le plaisir de la collecte.